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Münchener Sicherheitskonferenz berät über Afghanistan

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Münchener Sicherheitskonferenz berät über Afghanistan

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Am letzten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz haben die Teilnehmer insbesondere die Lage in Afghanistan erörtert. Mehr als 300 Spitzenpolitiker, ranghohe Militärs, Wissenschaftler und Unternehmer waren zu der dreitägigen Konferenz in der bayrische Hauptstadt gekommen, darunter auch
NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Der Däne forderte die regionalen Mächte Indien und China auf, sich in Afghanistans zu engagieren, – denn beiden hätten ein Interesse an der Stabilität dieses Landes. Und das gelte auch für Russland, denn sollte Afghanistan erneut zu einem sicheren Rückzugsgebiet für Terroristen werden, könnten sich diese leicht durch Mittelasien bis nach Russland ausbreiten.
Der afghanische Präsident Hamid Karsai, der vor einer Woche an der Londoner Afghanistan-Konferenz teilgenommen hatte, bekräftigte in München, dass sein Land innerhalb von fünf Jahren in der Lage sein sollte, selbst für die eigene Sicherheit zu sorgen. Dann werde Afghanistan keine Last mehr sein für die internationale Gemeinschaft und die in München vertretenen Partner. Karsai forderte die Truppen auf, den Krieg gegen die Taliban nicht in den Dörfern zu führen, denn dabei gebe es immer noch zivile Opfer.
Unterdessen ergriffen zahlreiche Menschen in der Unruheprovinz Helmand die Flucht, – kurz vor Beginn einer großen Offensive der NATO-Verbände.