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Sanktionsdrohungen gegen Teheran

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Sanktionsdrohungen gegen Teheran

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Im Streit um das iranische Atomprogramm mehren sich die Sanktionsdrohungen gegen Teheran. Zuvor hatte der Iran die internationale Atombehörde IAEA in Wien offiziell über den Beginn der Urananreicherung informiert. Das teilte der Leiter der iranischen Atombehörde, Ali Akbar Salehi, mit. Die Anreicherung solle am Dienstag in Anwesenheit von Inspekteuren der IAEA in der zentraliranischen Anlage Natans beginnen. Salehi kündigte zudem an, Teheran werde binnen eines Jahres zehn neue Uran-Anreicherungsanlagen errichten.

In Moskau forderte der russische Außenminister Lawrow die iranische Führung auf, sich an die Vereinbarung zu halten, wonach die Anreichung unter internationaler Kontrolle in Russland und Frankreich vorgenommen wird.

Unterdessen erklärte der Vorsitzende des außenpolitischen Parlamentsausschusses Konstantin Kosachyov in Moskau, eine Verschärfung der Sanktionen müsse in Betracht gezogen werden. Auch Deutschland und Frankreich forderten, den Druck auf Teheran zu erhöhen. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle kündigte eine konkrete Reaktion der Völkergemeinschaft an. Der Westen verdächtigt den Iran, die Uranreicherung für militärische Zwecke nutzen zu wollen.