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Barroso II im Amt

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Barroso II im Amt

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Nach einer dreimonatigen Hängepartie haben die Europaabgeordneten die neue EU-Kommission gebilligt. Die frisch bestätigten 26 EU-Kommissare und der Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso versammelten sich für ein Familienfoto. Am Mittwoch beginnt die Kommission mit ihrer Arbeit.

Vor der Abstimmung gab es im Plenum in Straßburg massive Kritik an der Amtsführung Barrosos. Liberale, Sozialdemokraten und Grüne warfen ihm Visionslosigkeit vor. Zu drängenden Themen wie Wirtschaftskrise, Klimawandel und Jobkrise wisse er nichts, so der Tenor.

Trotz aller Kritik stimmten am Ende 488 Abgeordnete für die zweite Barroso-Kommission, 137 votierten mit Nein und 72 Parlamentarier enthielten sich. Barroso erklärte nach der Wahl, dass es für ihn ein Mandat für politische Kühnheit sei. Er zeigte sich voller Tatendrang. Dem Portugiesen wurde bei seiner vorherigen Amtszeit Unbeweglichkeit und Mangel an Innovation vorgeworfen.

Der Liberale und ehemalige Ministerpräsident Belgiens Guy Verhoefstadt forderte die EU-Kommission dazu auf verstärkt ihre Rolle als Motor der Union wahrzunehmen.