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Michael Jacksons Leibarzt angeklagt

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Michael Jacksons Leibarzt angeklagt

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Knapp acht Monate nach dem Tod des Popstars Michael Jackson ist dessen Leibarzt wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Laut Anklage hat Conrad Murray seine Sorgfaltspflicht verletzt, aber nicht vorsätzlich gehandelt. Der Arzt bekannte sich “nicht schuldig”.
Zu dem Gerichtstermin in Los Angeles waren auch Jacksons Eltern Joe und Katherine sowie mehrere Geschwister des Sängers gekommen. Jackson-Fans forderten vor dem Gebäude eine harte Bestrafung des Arztes. Vater Jackson erklärte, die Anklage sei zu milde, denn sein Sohn sei ermordet worden. Und Jacksons Schwester La Toya erklärte in einer Mitteilung, der Arzt habe im Rahmen eines “größeren Plans” gehandelt; sie werde nicht ruhen, bis auch die “anderen Personen” zur Rechenschaft gezogen würden.
Murray kam nach dem Gerichtstermin auf freien Fuß – nach Zahlung einer Kaution in Höhe von rund 50.000 Euro.
Die Anklage wegen Fahrlässigkeit mache es der Verteidigung relativ schwer, sagte der Jura-Professor Stanley Goldman: Eine Mordanklage hätte die Verteidigung mit sehr starken Argumenten zurückweisen können.
Der Popstar Michael Jackson war am 25.Juni vergangenen Jahres überraschend gestorben – im Alter von fünfzig Jahren.