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Trotz Sanktionsdrohungen: Iran will anreichern

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Trotz Sanktionsdrohungen: Iran will anreichern

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Ungeachtet möglicher, neuer Sanktionen will der Iran heute mit der Uran-Anreicherung auf 20 Prozent beginnen. Außerdem kündigte der Leiter der iranischen Atombehörde an, sein Land werde binnen eines Jahres zehn neue Anreicherungsanlagen bauen.

In Paris drohten die Verteidigungsminister Frankreichs und der USA, Hervé Morin und Robert Gates mit neuen Sanktionen im Weltsicherheitsrat.

Unverständnis bei Ali Asghar Soltanieh, dem iranischen Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien: “Wir haben monatelang auf Antwort auf unseren Vorschlag gewartet. Es gab ein gemeinsames Element in den Vorschlägen, nämlich dass der Iran bereit ist, das Material ins Ausland zu bringen und gleichzeitig aufbereitete Brennelemente bekommt.”

Die angekündigte Anreicherung – laut Teherean für medizinische Zwecke – könnte nur ein erster Schritt sein, fürchten Experten wie der Franzose Francois Gere: “Das Problem ist, dass wer Uran auf 20 Prozent anreichern kann, der kann schnell, etwa binnen eines Jahres, die Qualität auf 90 Prozent erhöhen, das heißt auf militärische Qualität.”

Die Anreicherung soll in Anwesenheit internationaler Inspekteure erfolgen. Teheran sei bereit, die Anreicherung wieder zu stoppen, so der Leiter der iranischen Atombehörde, sollte es Uran aus dem Ausland erhalten.