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Zeuge behauptet: Mafiakontakte mit Forza Italia

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Zeuge behauptet: Mafiakontakte mit Forza Italia

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Hat Italiens Ministerpräsident Silvio Berluconi seine erste Partei “Forza Italia” mit Unterstützung der Mafia gegründet? Dies behauptet Massimo Ciancimino – Sohn des früheren, Mafia-verstrickten Bürgermeisters Palermos – in einem Prozess in der süditalienischen Stadt.

Demnach soll es über Cianciminos Vater Briefkontakt zwischen der Mafia und einem Vertrauten Berlusconis gegeben haben, ein heutiger Senator, wegen Mafiakontakten verurteilt.

Auch eine Drohung gegen Berlusconis Sohn soll es gegeben haben – “als Warnung; Berlusconi sollte nich vergessen, dass er selbst eine Frucht dieser Abmachungen war, nicht als Person, aber als politischer Amtsträger.”

Der Zeuge Ciancimino ficht selbst gerade eine mehrjährige Haftstrafe wegen Geldwäsche an. Berlusconi-Vertraute werfen ihm daher vor, das Wohlwollen der Richter erkaufen zu wollen.

Die angebliche Bedrohung des Berlusconi-Sohnes wies in Rom der italienische Justizminister zurück: “Wenn die Mafia ihre Gegner diskreditieren möchte, wählt sie nicht den Weg des Attentats, sondern den der Delegitimierung.”

Die Vorwürfe gehen auf die frühen 90er Jahre zurück. Berlusconi gewann 1994 die Wahlen und wurde erstmals Ministerpräsident. Sein Anwalt wies die Anschuldigungen zurück.