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Griechen protestieren gegen Sparprogramm

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Griechen protestieren gegen Sparprogramm

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Griechenland befindet sich im Ausnahmezustand: Zehntausende Menschen haben in Athen gegen die Sparpläne der Regierung demonstriert. Kampfbereit sind vor allem die Beamten, die laut dem Sparprogramm bis zu 5,5 Prozent weniger Lohn bekommen sollten. Fast jeder vierte Beschäftigte im Land arbeitet im Staatsdienst. “Das ist ein Krieg gegen die arbeitende Bevölkerung”, sagt ein Demonstrant, “und wir werden mit Krieg antworten, mit Widerstand.” Ein anderer Teilnehmer der Kundgebung kritisiert, dass sich die Regierung auf die Seite der Reichen stelle: “Sie verlangt, dass die Arbeiter für die Krise bezahlen sollen, nicht jene, die sie verursacht haben, nämlich die Kapitalisten.”

Das öffentliche Leben liegt lahm. Flughäfen und Schulen bleiben geschlossen, in Krankenhäusern werden nur Notfälle behandelt. Regierungschef Giorgos Papandreou appellierte an seine Landsleute, die Wichtigkeit der Maßnahmen einzusehen, andernfalls gehe das Land unter. Die Griechen aber bleiben hart und planen schon die nächsten Streiks: Am 24. Februar drohen weitere Arbeitsniederlegungen; dann sind unter anderem die öffentlichen Verkehrsmittel betroffen.