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Spanien will sparen - aber nicht auf Kosten sozial Schwacher

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Spanien will sparen - aber nicht auf Kosten sozial Schwacher

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Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero hat vor den sozialistischen Abgeordneten des spanischen Senats bekräftigt, dass die Sparmaßnahmen der Regierung angesichts der Wirtschaftskrise nicht auf dem Rücken sozial Schwacher ausgetragen werden sollen. Die Regierung habe bereits mit der Umsetzung eines Planes begonnen, der bis 2013 50 Milliarden Euro einsparen soll. Gleichzeitig kündigte Zapatero an, dass der Ministerrat am kommenden Freitag die Zahlung von Langzeitarbeitslosengeld in Höhe von 426 Euro für weitere sechs Monate beschließen werde.

Auch die Sozialpartner einigten sich auf Sparmaßnahmen, um das Vertrauen in die spanische Wirtschaft wieder herzustellen. Von diesem Jahr an bis 2012 sollen Lohn- und Gehaltserhöhungen auf zwischen ein bis 2,5 Prozent begrenzt werden. Der Vorsitzende der Gewerkschaft UGT, Candido Menendez, sagte, diese Vereinbarung zeige, dass alle für das Land zusammenarbeiten könnten, um Vertrauen wieder herzustellen und die Wirtschaftskrise so bald wie möglich zu überwinden. Die Arbeitslosigkeit ist in Spanien mit fast 19 Prozent fast doppelt so hoch, wie im Durchschnitt in der Eurozone. Für Hoffnung sorgt allerdings die Tatsache, dass die öffentliche Verschuldung in Spanien mit knapp 66 Prozent des Bruttoinlandsproduktes um gut 20 Prozent unter dem dem europäischen Durchschnitt liegt.