Eilmeldung

Eilmeldung

Sudan und Tschad wollen Konflikt beilegen

Sie lesen gerade:

Sudan und Tschad wollen Konflikt beilegen

Schriftgrösse Aa Aa

Entspannung zwischen dem Sudan und dem Tschad. Die Präsidenten der beiden verfeindeten Staaten, Omar al Baschir und Idriss Déby, haben beschlossen, ihre Beziehungen zu normalisieren. Bei einem Besuch Débys in Khartum am Dienstag einigten sich die Staatschefs auf einen Neubeginn. “Déby und ich wollen unsere Differenzen vergessen”, sagte al-Bashir bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. “Von heute an gilt unser gemeinsamer Kampf der Durchsetzung von Frieden, Sicherheit und Stabilität, zum Wohle der Bevölkerung.” Déby seinerseits richtete einen Appell an die bewaffneten Kämpfer in der Krisenregion Darfur: “Ich rufe meine Brüder in den verschiedenen Gruppen in Darfur auf, die Feindseligkeiten sofort zu beenden.”

Bislang beschuldigen die beiden Staaten einander, Aufständische zu unterstützen, die den Sturz des Regimes im jeweils anderen Land anstrebten. Mehrmals kam es zu bewaffneten Zusammenstößen an der Grenze und sogar zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Im Januar hatten sich Bashir und Déby darauf geeinigt, die Rebellen gemeinsam zu bekämpfen. Voraussichtlich am 20. Februar soll ein Truppenkontingent beider Staaten seinen Dienst antreten.