Eilmeldung

Eilmeldung

31 Jahre nach Beginn der "islamischen Revolution" im Iran

Sie lesen gerade:

31 Jahre nach Beginn der "islamischen Revolution" im Iran

Schriftgrösse Aa Aa

Am 11. Februar 1979 erklärte ein islamischer Geistlicher die Monarchie im Iran nach 2500 Jahren für beendet. Die Welt hatte mit Ajatollah Khomeini einen neuen Helden . Und der Schah wurde vertrieben. Es war vor allem seine Washington-hörige Politik, die Gegner verschiedener Couleur gegen den Monarchen aufbrachte.
Gut ein Jahrzehnt zuvor war es bei seinem Besuch in Westberlin zu massiven Protesten gekommen.
Nun also auch im eigenen Land.
Die kaiserliche Familie irrte eine Weile um die Welt, weil kein Land dem als Diktator beim eigenen Volk verhassten Schah Asyl gewähren wollte.

Der Ort der Proteste in Teheran heute.
Ein Taxifahrer, der vor 31 Jahren zu den Demonstranten gehörte, erinnert sich, wie sie damals Tag und Nacht durch die Straßen zogen. Niemanden habe es mehr daheim gehalten, Junge, Alte, Frauen und Männer, alle strömten sie auf die Straße.

Ajatollah Khomeini rief die vom Volke getragene Republik aus. Am 1. Februar war der Geistliche nach 15 Jahren aus seinem Pariser Exil heimgekehrt.
Seine charismatische Persönlichkeit prägte den Charakter dieser “islamischen Revolution”.

Der Fotograf, der damals alle Auftritte des neuen “geistlichen Führers des Iran” festhielt, erinnert sich, dass damals alle Freiheit, ein gutes Leben und Sicherheit herbeisehnten. Die Leute wollten ihre eigenen Lebensverhältnisse verbessern, Vor allem aber wollten sie die Monarchie abschaffen.
die alte Verhältnisse nicht länger ertragen.

Es wurde – wie bei Revolutionen üblich – der Palast der alten Macht gestürmt.
Im Dezember ´79 wurde Ajatollah Chomeni per Volksabstimmung zum “Revolutionsführer” ernannt.
Aber nach seinem Tod zehn Jahre später rieben sich viele Iraner erstaunt die Augen – sie hatten die Monarchie gegen eine religiös motivierte Diktatur eingetauscht.
Also protestieren sie heute wieder.