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EU beschließt Unterstützung für Griechenland

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EU beschließt Unterstützung für Griechenland

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Bei ihrem Sondergipfel in Brüssel haben sich die EU-Staats-und Regierungschefs auf eine Unterstützung für Griechenland verständigt.

Konkrete Finanzhilfen wurden nicht beschlossen. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy sagte, dass Griechenland darum auch nicht gebeten hatte.

Angela Merkel, die die Wirtschaftsstragie zusammen mit Nicolas Sarkozy ausgearbeitet hatte, machte deutlich, dass es sich um eine politische Erklärung handle.

“Wir haben ein sehr politisches Statement gemacht und haben gesagt, dass die Europäische Union zu Griechenland steht, aber gleichzeitig, und da liegt für mich der Fokus, ist es notwendig, dass Griechenland jetzt erst einmal sein Programm erfüllt. Und ich glaube, dass davon ein wichtiges Signal ausgeht”.

Ein Signal, das sich an die Finanzmärkte richtet.

Weder Merkel noch Sarkozy wollten sich jedoch festlegen, ob in wenigen Monaten doch Finanzhilfen der EU beschlossen werden müssen. Ein Analyst schätzt dieses politische Statement so ein:

“Hinter vorgehaltener Hand will die EU sagen: wir helfen Griechenland, also werden wir auch Portugal, Spanien und anderen Ländern helfen, wenn es nötig ist. Wir hoffen aber, dass es nicht nötig sein wird. Und die Frage ist: Wie bewerten die Finanzmärkte dieser Aussage?”

Zunächst wirkten die Gipfelzusagen nicht. Die
Gemeinschaftswährung fiel am Nachmittag klar unter die Marke von 1,37 Dollar. Den Grund sehen Analysten in Problemen bei der Umsetzung des griechischen Plans und in den Schwierigkeiten anderer EU-Länder.