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Sondergipfel: Gemeinsame Griechenland-Kredite

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Sondergipfel: Gemeinsame Griechenland-Kredite

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Die Hilfen an Griechenland stehen zwar nicht offiziell auf der Tagesordnung des heutigen Sondergipfels in Brüssel, aber doch unweigerlich in dessen Zentrum. Dies taten sie bereits gestern Abend beim Treffen der sozialdemokratischen Regierungschefs.

Mit dabei: Griechenlands Giorgos Papandreou und Spaniens José Luis Rodriguez Zapatero, als amtierender EU-Ratspräsident einer der heutigen Gipfel-Gastgeber. Die Linie: gemeinsame Kredite der anderen 15 Euro-Länder für Athen, aber keine Alleingänge.

Einen solchen fordert aber Daniel Gros, Direktor des Brüsseler Centre for European Policy Studies, und zwar für Berlin: Wer das Geld habe, habe die Macht, und da falle Deutschland eine Schlüsselrolle zu, das einzige Land, das noch Reserven habe und mit bedeutenden Mitteln eingreifen könnte.

Andere Euroländer hatten die Berliner Regierung zu raschem Handeln gedrängt, die aber lehnte bilaterale Hilfen an Athen ab. Und auch eine Beteiligung des Internationalen Währungsfonds steht – vorerst – nicht zur Debatte.

Eigentlich sollten die Gipfel-Teilnehmer über die neue EU-Wirtschaftsstrategie beraten, die so genannte Agenda 2020. Doch nun müssen sie – wie einst angeblich Manneken Pis – in Brüssel das Finanz-Feuer löschen, bevor es allen Euroländern zu Kopf steigt.