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Keine EU-Hilfen an Athen, aber Kontrolle

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Keine EU-Hilfen an Athen, aber Kontrolle

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Griechenland muss aus seinem Schuldensumpf selbst herausfinden. Bei ihrem Sondergipfel versprachen die EU-Staats- und Regierungschefs politische Unterstützung, aber keine finanzielle. Um die hatte die griechische Regierung in Brüssel auch nicht gebeten. Ministerpräsident Georgios Papandreou versprach, verlorene Glaubwürdigkeit zurüchzugewinnen, sein Land stehe nun unter Beobachtung.

“Der politische Wille ist klar. In Hinblick auf die Instrumente ist es eine theoretische Diskussion, denn wir hoffen, dass es nicht zum Äußersten kommt, denn wir sind bereit, genauso wie Europa, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um glaubwürdig zu sein und einen glaubwürdigen Ausweg aus dieser Krise zu finden”, sagte Papandreou.

Im Falle einer drohenden Staatspleite wollen die Euroländer die gemeinsame Währung aber stützen. Wie genau, darauf legten sie sich in Brüssel nicht fest. Neben Griechenland gelten auch Spanien und Portugal als Defizitsünder. Der Lissaboner Regierungschef José Sócrates aber entwarnt: “All die Spekulationen müssen sich an Zahlen und Fakten messen, und ich denke, dass die Märkte jetzt endlich verstanden haben, dass das Risiko, dass Portugal seine Verpflichtungen in Hinblick auf die Schulden nicht einhält, fast gleich null ist.”

Um vier Prozent muss Griechenland sein 12-Prozent-Defizit senken, schon im März sollen die Sparmaßnahmen überprüft werden. Investoren aber reichte die rein politische Stütze nicht. An den Märkten büßte der Euro an Wert ein.