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US-Regierung glaubt nicht an Irans Atombombe

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US-Regierung glaubt nicht an Irans Atombombe

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Die US-Regierung bezweifelt, dass Iran die Atombombe bauen könnte. Das hatte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad behauptet, bei den offiziellen Feiern zum Jahrestag der iranischen Revolution in Teheran. Demnach sei die Uran-Anreicherung auf 20 Prozent geglückt, 80 Prozent seien möglich.

Dahinter stecke eher Politik als Physik, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs: “Ganz ehrlich, Ahamdinedschad sagt eine Menge Dinge, viele stellen sich als unwahr heraus. Wir glauben nicht, dass die Iraner in der Lage sind, soweit anzureichern, wie sie behaupten.”

Über die tausenden Oppositionsanhänger auf den Straßen durfte nicht berichtet werden. Mit Tränengas und Schlagstöcken hatte die Polizei sie auseinandergetrieben. Es gab zahlreiche Festnahmen.

Für den in Paris lebenden Sohn des vor 31 Jahren aus dem Land gejagten Shahs, Reza Pahlavi, sprechen die illegal gefilmten Szenen nicht dafür, dass das iranische Regime seine Position gestärkt habe: “Sie verweisen eher darauf, dass das Regime so verzweifelt ist, dass es versucht, die Menschen einzuschüchtern, in dem es noch gewalttätiger wird.”

Nach Angaben des Internetanbieters Google schränkte das Regime dessen G-Mail-Dienst ein, auch Handy, Telefon und Internet waren gestört.

In New York warb unterdessen Frankreichs UN-Botschafter dafür, bei neuen Sanktionen gegen Teheran China mit einzubinden, auch wenn dies mehr Zeit brauche.