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Libanesen gedenken des ermordeten Rafik Hariri

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Libanesen gedenken des ermordeten Rafik Hariri

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In Beirut haben tausende Menschen des vor fünf Jahren ermordeten früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri gedacht. Zu der Kundgebung hatte unter anderem der jetzige
Regierungschef Saad Hariri, ein Sohn des Getöteten, aufgerufen. Die Ermordung seines Vaters hatte den Libanon an den Rand eines Bürgerkriegs geführt. Tausende Menschen schwenkten auf den Straßen Fahnen. Zur Uhrzeit des Bombenattentats läuteten die Glocken in den Kirchen der Hauptstadt und Koranverse wurden über Lautsprecher vorgetragen. Saad Hariri sagte, er wolle das Fenster zu Syrien offen halten und eine neue Ära in den libanesisch-syrischen Beziehungen beginnen, zwischen zwei souveränen, freien und unabhängigen Staaten. Kurz nach dem Sprengstoffanschlag waren zunächst syrische Funktionäre ins Visier der Fahnder geraten. Nach massiven Protesten der Opposition stürzte erst die pro-syrische Regierung im Libanon. Später musste sich auch das syrische Militär nach 29 Jahren aus dem Libanon zurückziehen. Ein UN-Tribunal soll nun die Hintergründe der Tat aufklären.