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Griechenland - das Sorgenkind der EU

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Griechenland - das Sorgenkind der EU

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Das Haushaltsdesaster Griechenlands beschäftigt die EU weiter. Während Griechenlands Premier Papandreou der Union vorwarf, sie tue zu wenig für sein Land, machten die anderen EU-Mitglieder beim Krisengipfel in Brüssel klar: vorerst gibt es kein Geld für Athen. Statt dessen forderte der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-ClaudeTrichet, Griechenland müsse mehr zur Sanierung seines Haushalts tun.

Papandreou hatte am Mittwoch angekündigt, das Staatsdefizit von derzeit 12,7 Prozent in diesem Jahr auf 8,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes senken zu wollen. 80 Prozent der Griechen befürchten einer Umfrage in der Zeitung Kathimerini zufolge intensive Streiks und soziale Unruhen.

Die Regierung hatte unter anderem Lohn und Rentenkürzungen angekündigt. Erst am Mittwoch vergangener Woche haben zahlreiche Menschen in Griechenland gegen das Sparprogramm demonstriert. Weite Teile des öffentlichen Lebens wurden lahmgelegt.

Auch beim Karneval in der griechischen Stadt Patras spielten die Verhandlungen eine Rolle: auf einigen der Umzugswagen waren satirische Darstellungen von Staatschefs der EU zu sehen, teils mit Euros in den Händen – auf anderen Wagen wird Griechenland als kranker Mann dargestellt.

An diesem Montag kommen die Finanzminister der Eurozone erneut in Brüssel zusammen, um über die Haushaltslage Griechenlands zu beraten.