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Iran wegen Menschenrechten kritisiert

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Iran wegen Menschenrechten kritisiert

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Vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in Genf haben rund 250 Exiliraner gegen Menschenrechtsverletzungen in ihrer Heimat protestiert. Sie waren aus ganz Europa angereist und forderten die Internationale Gemeinschaft auf, mehr Druck auf den Iran auszuüben, damit dieser sich an die Menschenrechte hält und seine Unterdrückungspolitik gegenüber der Opposition aufgibt.

In Genf tagte an diesem Montag der UN-Menschenrechtsrat für universelle Staatenprüfung. Irans Gesandter Mohammed Dschawad Laridschani sagte, die iranische Gesellschaft sei ein erfolgreiches Modell für eine brüderliche und freundschaftliche Koexistenz.

Eines der wichtigsten Ziele der Regierung sei es, dieses Prinzip weiter zu fördern. Anders sah das der Gesandte der USA, Michael Posner. Seit dem vergangenen Juni hätten Millionen iranischer Bürger legitime Zweifel an der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr geäußert und ihre universellen Menschenrechte eingefordert. Die Regierung habe die Proteste unterdrückt, oft unter Gewaltanwendung. Die USA verurteilten die Gewalt und ungerechte Unterdrückung unschuldiger Iraner aufs Schärfste.

Auch Frankreichs Botschafter Jean-Baptiste Mattéi prangerte die Regierung in Teheran an. Sie wende sich mit blutiger Repression gegen die eigene Bevölkerung, die friedlich ihre Rechte fordere.

Seit der Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Juni 2009 seien Dutzende getötet und Tausende eingesperrt worden. Es habe Berichte von Folterungen und Vergewaltigungen gegeben.