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Irische Bischöfe müssen beim Papst antanzen

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Irische Bischöfe müssen beim Papst antanzen

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Nach den massiven Missbrauchsskandalen hat Papst Benedikt XVI. die irischen Bischöfe nach Rom geladen. Am Montag und Dienstag wird das Oberhaupt der katholischen Kirche mit den 24 Bischöfen über Strategien beraten, “um jede Wiederholung zu verhindern”.

Das ganze sei keine kosmetische Angelegnheit, betonte der Bischof von Clogher, Joseph Duffy: “Die Angelegenheit hat die Autorität der Kirche als Verkündigerin des Evangeliums Christi schwer beschädigt. Da gibt es keinen Zweifel. Unsere Aufgabe ist es, diesen Schaden zu beheben und das Vertrauen wiederherzustellen”, betonte Bischof Duffy.

Zwei Untersuchungsberichte hatten die katholische Kirche Irlands im vergangenen Jahr erschüttert. Danach waren von 1930 bis in die 90er Jahre hinein mehrere tausend Heimkinder von Kirchenleuten gequält und vergewaltigt worden. Allein in der Erzdiözese Dublin wurden zwischen 1975 und 2004 über 300 Kinder von Priestern missbraucht. Mehr als 100 Geistliche stehen Verdacht.

Die Kirchenleitung vertuschte die Übergriffe, staatliche Behörden reagierten nicht. Vier Bischöfe haben mittlerweile den Rücktritt eingereicht, einer weigert sich, Konsequenzen zu ziehen.