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ISAF setzt Offensive fort

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ISAF setzt Offensive fort

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In Afghanistan haben die Internationale Schutztruppe ISAF und afghanische Soldaten ihre Offensive gegen die islamistischen Taliban fortgesetzt. Allerdings könnte sie nach Einschätzung der Militärs länger dauern, als zunächst vorgesehen. Die Aufständischen hätten mehr Sprengfallen installiert, als erwartet. Alles sei vermint, damit alles gleichzeitig explodiere, sagt Sergeant Johnny Morris von der US-Armee. Wenn sie über diese Straße anstatt von Osten gekommen wärden, wäre das wirklich schlecht gewesen. Wie viele Taliban-Kämpfer in der Region Mardscha in der südafghanischen Provinz Helmand sind, ist unklar. Die Militärs gehen davon aus, dass es Hunderte sind, die sich zum Teil in Häusern der Zivilbevölkerung verschanzt haben. Am Sonntag wurden versehentlich mindestens zwölf Zivilisten getötet. Die Internationale Schutztruppe teilte mit, zwei Raketen hätten ihr Ziel am Sonntag um etwa 300 Meter verfehlt. ISAF-Kommandeur Stanley McChrystal entschuldigte sich beim afghanischen Präsidenten Hamid Karsai. Man werde alles tun, dass solche Vorfälle sich nicht wiederholten.

“Als erstes möchte ich sagen, dass Präsident Karsai uns klare Anweisungen gegeben hat, als er der Offensive zugestimmt hat”, so McChrystal. “Eine davon war, das afghanische Volk weiterhin zu beschützen. Und daran denken wir bei dieser Operation.” Rund 15.000 Soldaten beteiligen sich an der Offensive “Muschtarak” das heisst “Gemeinsam”, in Helmand. Dabei suchen sie den Kontakt mit der Bevölkerung. Ziel der Operation ist es, die Taliban aus der Region zu vertreiben.