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Keine zusätzlichen Sparschritte für Athen

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Keine zusätzlichen Sparschritte für Athen

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Der Schuldensünder Griechenland muss keine zusätzliche Sparschritte einleiten. Zunächst zumindest. Dies kündigte der luxemburgische Vorsitzende der Finanzminister des Eurogebiets, Jean-Claude Juncker an. “Wir werden im März überprüfen, ob Griechenland auf dem richtigen Weg ist”, sagte Juncker am Rande von Beratungen in Brüssel. Andernfalls werde man Athen zu weiteren Einsparungen drängen. Zur Euro-Gruppe gehören 16 der insgesamt 27 EU-Mitgliedsstaaten. Das Haushaltsdefizit Athens beläuft sich auf 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Bis 2012 soll es auf drei Prozent gedrückt werden.

Die Drei-Prozent-Grenze ist das wichtigste Kriterium der Währungsunion. Die Staatsschulden Griechenlands beschäftigen auch die Finanzminister der gesamten EU, die an diesem Mittwoch in Brüssel zusammenkommen.

Das Defizit lastet auf den Finanzmärkten und schwächt den Euro. Der Rosenmontag ist der griechische Aschermittwoch, in einigen Regionen des Landes wird an diesem Montag – Defizit hin oder her – gefeiert. “Wir werden die Feste feiern, wie sie fallen, so ein Mann, “unabhänig von den Problemen, die es gibt. Die Fastenzeit und Ostern sind wichtig.” “Die Wirtschaftskrise ist tief”, meint hingegen eine Frau. “Ich hoffe, dass die Sparvorgaben helfen werden. Man wird sehen.” In dem südeuropäischen Land gibt es massiven Widerstand gegen die Sparpläne.