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Papst empfängt irische Bischöfe

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Papst empfängt irische Bischöfe

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In Rom hat Papst Benedikt XVI. 24 Bischöfe aus Irland empfangen. Nach den Missbrauchsskandalen in deren Heimat will das Oberhaupt der katholischen Kirche mit ihnen beraten, wie eine Wiederholung verhindert werden kann. Zwei Untersuchungsberichte hatten die katholische Kirche Irlands im vergangenen Jahr erschüttert. Danach waren von 1930 bis in die 90er Jahre hinein mehrere tausend Heimkinder von Kirchenleuten gequält und vergewaltigt worden. Allein in der Erzdiözese Dublin wurden zwischen 1975 und 2004 über 300 Kinder von Priestern missbraucht.

Mehr als 100 Geistliche stehen unter Verdacht. Im November zeigte der sogenannte Murphy-Report, wie die Kirche grausame Taten jahrelang systematisch unter den Teppich gekehrt hatte.

Die Kirchenleitungen schwiegen demnach aus Furcht vor einem Skandal, staatliche Behörden schauten weg.

Nach starkem öffentlichen Druck reichten vier Bischöfe den Rücktritt ein. Der Skandal um den sexuellen Missbrauch an deutschen katholischen Schulen und Gemeinden steht in Rom zunächst nicht zur Debatte.