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Clinton: Iran auf dem Weg zu einer Militärdiktatur

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Clinton: Iran auf dem Weg zu einer Militärdiktatur

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US-Aussenministerin Hillary Clinton sieht den Iran auf dem Weg zu einer Militärdiktatur. Die iranischen Revolutionsgarden setzten alles daran, die Macht im Land an sich zu reissen, so Clinton. Bei einer Diskussionsrunde mit Studenten in Katar forderte sie neue UN Sanktionen gegen den Iran. Weiter sagte Clinton, die Welt solle eine “geeinte und unmissverständliche Botschaft an den Iran senden, dass wir nicht untätig zusehen werden”.

Im Iran würden die Regierung, der geistliche Führer, der Präsident und das Parlament verdrängt, Iran steuere auf eine Militärdiktatur zu. Der Streit um den Iran erregt auch in der arabischen Welt Besorgnis. Während einige arabische Länder befürchten, der Iran könne in den Besitz von Atomwaffen kommen, sorgen sie sich auch um einen möglichen Militärschlag Israels gegen das Land. Irans Präsident Ahmadinedschad hatte erst vergangene Woche verkündet, sein Land sei in der Lage, Uran auf einen Grad von mehr als 80 Prozent anzureichern. Vor dem Hintergrund des Atomstreits mit dem Iran ist der israelische Regierungschef Netanjahu in Russland eingetroffen.

Zum Auftakt in Moskau traf Netanjahu mit Kremlchef Medwedew zusammen. Medwedew sagte, Israel sei für Russland kein gewöhnlicher Partner, sondern ein Land, mit dem man seit vielen Jahren besondere Beziehungen unterhalte, auch aufgrund zahlreicher russischstämmiger Israelis.
Netanjahu will um die Zustimmung
Russlands zu harten Sanktionen gegen Teheran werben. Auch Moskau hatte den Iran zuletzt vor einer Eskalation des Konflikts gewarnt.