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Erneut Zivilisten in Afghanistan getötet

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Erneut Zivilisten in Afghanistan getötet

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Die Offensive der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) macht offenbar Fortschritte. Nach Berichten des afghanischen Militärs, unter dessen Leitung die Operation “Muschtarak” offiziell steht, wurden die islamistischen Taliban aus den Regionen um Mardscha und Ali Nad vertrieben.

Allerdings sei der Vormarsch der US-Truppen in Mardscha durch Sprengfallen und Heckenschützen gebremst worden. Am Wochenende waren nach ISAF-Angaben zwölf Zivilisten durch Raketenbeschuss ums Leben gekommen. Der afghanische Innenminister Mohammad Hanif Atmar sprach von neun Zivilisten und drei Aufständischen, die getötet worden seien.

Es handle sich um bedauerliche Umstände, bislang sei nicht bekannt gewesen, ob das Gelände von Aufständischen oder von Zivilisten genutzt worden sei. Die ISAF teilte mit, bei der Offensive seien in Helmand erneut versehentlich drei Zivilisten erschossen worden. Atmar sucht nun den Kontakt zur Bevölkerung.

Er kündigte an, man werde künftig auf den Einsatz schwerer Artillerie bei der Offensive verzichten und sich täglich mit Stammesältesten beraten. Außerdem werde man einen Radiosender im Kampfgebiet installieren, um Zivilisten besser
zu informieren.