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Nach dem Schock. Streik bei der Bahn

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Nach dem Schock. Streik bei der Bahn

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Einen Tag nach dem schwersten Zugunglück seit 30 Jahren mit bisher 18 Toten steht Belgien noch unter Schock. Fahnder sichern die letzten Spuren vor Ort, die Staatsanwaltschaft erhofft sich neue Erkenntnisse über den Unfallhergang vom Fahrtenschreiber und Bahnbeschäftigte streiken.

Vor allem der Süden Belgiens ist davon betroffen. Damit protestieren die Beschäftigen der Staatsbahn SNCB gegen die schlechten Arbeitsbedingungen. Fahrgäste trauen dem Staat nicht mehr.

Therese Dutrieu sagt: “Sie versprechen immer wieder, es wird sich bessern. Doch nichts geschieht. Das ist Belgien. Reden, reden und dann passiert nichts.”
Ein Mann im Südbahnhof meint: “Wir wissen noch nicht ob wir in Brüssel bleiben. Wir verstehen, dass sie streiken. Es ist bitter, dass erst Menschen sterben müssen, bevor sich etwas ändert.”
Ein anderer Mann ergänzt: “Nach diesem Unglück fahre ich lieber wieder mit dem Auto, um solchen Unfällen zu entgehen. Klar, habe ich jetzt Angst.”

Ein Lokführer liegt verletzt im Krankenhaus. Als Unfallursache wird vermutet, dass ein rotes Stopsignal übersehen wurde.