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Papst: Irlands Bischöfe sollen aufklären

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Papst: Irlands Bischöfe sollen aufklären

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Nach ihrem Krisentreffen in Rom hat Papst Benedikt XVI. die irischen Bischöfe aufgefordert, “ehrlich und mutig” die Missbrauchsfälle aufzuarbeiten. Sie seien auch Folge einer Glaubenskrise in der Katholischen Kirche, so Benedikt. Unter anderem müsse die Ausbildung der Priester verbessert werden, um die Kirche wieder glaubwürdig zu machen.

Papst-Sprecher Federico Lombardi sagte in Rom: “Für den Heiligen Vater ist der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ein abscheuliches Verbrechen und eine schwere Sünde gegenüber Gott, die die Würde des Menschen verletzt. Der Papst weiß, dass sich die gegenwärtige, schmerzliche Lage nicht rasch bessern wird. Er rief die Bischöfe auf, die Probleme entschlossen anzugehen.”

Tausende Heimkinder waren in Irland bis in die 90er Jahre hinein von Kirchenleuten gequält und vergewaltigt worden. Täter wurden gedeckt, die Taten vertuscht. Die irischen Bischöfe versprachen nun, mit der Justiz zusammenzuarbeiten. Vier von fünf in einem Bericht beschuldigten Bischöfen boten ihren Rücktritt an.