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Identitätenklau für Mord an Hamas-Kader?

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Identitätenklau für Mord an Hamas-Kader?

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Nach dem Mord an einem Hamas-Kader in Dubai sehen sich mehrere Gesuchte zu Unrecht verdächtigt. Ihre Identitäten seien gestohlen worden, sagten sieben Israelis mit doppeltem Pass, darunter ein Deutscher. Die Polizei des Emirats hatte Fahndungsfotos und Namen von zehn Männern und einer Frau veröffentlicht. Sie sollen mit britischen und irischen Pässen sowie einem deutschen und einem französischen Ausweis eingereist sein.

Identitäten zu fälschen sei schwierig geworden, deshalb bedienten sich Agenten häufig echter Pässe und änderten nur das Foto, erklärt ein früherer Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad. Dass der Auftragsmord eine rein israelische Aktion war, glaubt Gad Shimron aber nicht. Wenn in 20, 30 Jahren die Archive öffneten, würde er sich nicht wundern, wenn an der Operation andere westliche Dienste beteiligt gewesen wären.

Mit Mahmud Mabhuh hatte der Mossad eine Rechnung offen. Der Mitbegründer des militärischen Arms der Hamas soll für die Entführung und Ermordung zweier Israelis verantwortlich gewesen sein und später iranische Waffen in den Gazastreifen geschmuggelt haben. In Israel schlägt der Fall weitere Wellen. Die Tageszeitung Haaretz forderte, Mossad-Chef Méir Dagan abzulösen.