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Papst: Kindesmissbrauch "abscheuliches Verbrechen"

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Papst: Kindesmissbrauch "abscheuliches Verbrechen"

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Mit einer Erklärung ist das Krisentreffen der 24 irischen Bischöfe beim Papst im Vatikan zu Ende gegangen. Der Kindesmissbrauch in irischen Diözesen sei ein abscheuliches Verbrechen und eine schwere Sünde gegen Gott, heisst es darin. Ein Grund für den Missbrauch sei eine Glaubenskrise in der Kirche, so der Papst.

Vertreter der Opfer zeigten sich enttäuscht und empört. Eines der ehemaligen Opfer sagte: “Der Vatikan hat nicht einmal die geringsten Erwartungen erfüllt. Dass der Papst jetzt sagt, Kindesmissbrauch sei ein abscheuliches Verbrechen und gleichzeitig andeutet, der Grund dafür sei ein schwacher Glaube, ist einfach nur skandalös und mehr als lächerlich.”

Eine Frau, die ebenfalls missbraucht worden war, sagte: “Ich hatte wirklich an eine positive Botschaft aus Rom gehofft. Hier geht es nicht einfach um Missbrauch in Diözesen, es geht um den übelsten Missbrauch an den schwächsten der Kinder.”

Die Bischöfe sollten sich der Krise jetzt ehrlich und mutig stellen, so der Papst. Tausende Heimkinder waren in Irland bis in die 90er Jahre hinein von Kirchenleuten missbraucht worden.