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Streik in Griechenland wegen Sparmaßnahmen

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Streik in Griechenland wegen Sparmaßnahmen

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Das knallharte Sparprogramm der Europäischen Union für Griechenland, treibt die Menschen in Athen auf die Straße. Es ist der zweite Tag eines viertägigen Protestes gegen geplante Gehaltskürzungen und Steuererhöhungen auf Alkohol und Tabak. Griechenland steht unter strenger Brüsseler Beobachtung.

George Samaris von der Arbeitnehmergewerkschaft moniert bei der Demonstration: “Wirtschaftliche Sparmaßnahmen sind nötig. Aber mitten in der Rezession Gehaltskürzungen vorzunehmen geht nicht. Das Geld fehlt, um die Wirtschaft in Gang zu halten. Haben die Menschen weniger Geld, dann geben sie auch weniger aus.”

Die Streikenden haben kaum Unterstützung in der Bevölkerung. Alle wissen, daß gespart werden muss. Bis 2012 muß das hochverschuldete Mittelmeerland sein Defizit in den Griff bekommen haben. Bei seinem Staatsbesuch in Moskau erklärte Ministerpräsident Georgos Papandreau den Journalisten: “Ich darf Ihnen versichern, die griechische Bevölkerung akzeptiert die notwendigen Sparmaßnahmen, um unsere Gesellschaft so zu reformieren, dass sie robust und erfolgreich wird.”

Die sozialistische Regierung hat Untersuchungen angekündigt, wer für die Übertragung der falschen Daten nach Brüssel verantwortlich ist. Durch diese “konstruktive Buchführung” steht Athen nun EU-weit am Pranger. Investmentbanken hatten in der Vergangenheit dabei geholfen, neu aufgenommene Schulden des Landes zu verschleiern. Die Finanzmisere des Mittelmeerlandes drückt auf den EURO-Kurs und belastet des Vertrauen der Finanzmärkte.