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USA setzen wieder auf Kernkraft

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USA setzen wieder auf Kernkraft

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Nach rund dreißig Jahren werden in den USA wieder Kernreaktoren gebaut. Präsident Barack Obama verspricht für zwei neue Reaktoren eine Kreditbürgschaft in Milliardenhöhe. Die treibhausgasfreie Kernkraft sieht er als eine Möglichkeit, dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Man brauche mehr Kernenergie, sagt Obama, um den wachsenden Bedarf zu decken und um die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu verhindern. Ein Kraftwerk verursache pro Jahr sechzehn Millionen Tonnen weniger Kohlendioxid als ein vergleichbares Kohlekraftwerk. Das entspreche dreieinhalb Millionen Autos, die weniger auf den Straßen seien. An der Kernkraft liegt in den USA vor allem der Opposition sehr viel.

Obamas Plan ist auch ein Versuch, von den gegnerischen Republikanern im Gegenzug mehr Unterstützung für seine eigenen Klimaschutzpläne zu bekommen. Nach dem Reaktorunfall von Three Mile Island 1979 verzichteten die USA zunächst auf den Bau neuer Anlagen. Ihr jüngstes Kernkraftwerk steht in Seabrook im Bundesstaat New Hampshire. Der Bau wurde 1977 begonnen, 1990 ging es ans Netz.