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Zwei Soldaten bei Offensive getötet

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Zwei Soldaten bei Offensive getötet

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Bei der Großoffensive gegen die Taliban in der Unruheprovinz Helmand sind zwei Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF getötet worden. Das teilte die NATO-geführte ISAF mit. Demnach kam ein Soldat bei einem Feuergefecht ums Leben, ein weiterer bei einem Sprengstoffanschlag. Angaben zur Nationalität der Opfer wurden nicht gemacht.

Damit steigt die Zahl der getöteten Soldaten auf vier. Unter ihnen ist auch der Brite Sean Dawson. Das Militär untersucht derzeit, ob der erst 19-Jährige versehentlich von einem Kameraden erschossen wurde. Bei der Operation “Muschtarak” gehen in der südafghanischen Provinz Helmand Nato-Truppen und die afghanische Armee seit einigen Tagen gegen die Taliban vor. Neben den USA stellt Großbritannien die meisten Soldaten. Ziel ist es, die Aufständischen aus ihren Hochburgen zu vertreiben.

Der Kampf gilt aber auch dem Opium und dem Drogenhandel. Im Zuge der Operation werden dazu die Mohnfelder in der Region zerstört. Viele Bewohner finden in den Heroinküchen jedoch ihre einzige Verdienstmöglichkeit. Der Gouverneur der Provinz Helmand erklärte, wenn die Militäroperation beendet sei, werde es Programme geben, die Jobs für die Betroffenen bereithielten. Nach Angaben der Vereinten Nationen ist Afghanistan das weltgrößte Anbaugebiet von Schlafmohn, aus dem Opium und schließlich Heroin gewonnen wird.