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Dalai Lama in Washington

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Dalai Lama in Washington

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Der Dalai Lama ist zu einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama in Washington eingetroffen – allen Warnungen aus Peking zum Trotz. Aber offenbar will Obama den Dalai Lama nicht in seinem Amtszimmer, dem Oval Office, empfangen, sondern in dem weniger bedeutenden Map Room.

China kritisierte den Besuch scharf und drohte mehrfach mit Konsequenzen für die bilateralen Beziehungen. Das Verhältnis hatte sich in jüngster Zeit abgekühlt. Grund ist unter anderem eine umfangreiche US-Waffenlieferung an Taiwan.

Nicht nur auf Regierungsebene wird das Treffen kritisch verfolgt. “Das Tibet Problem ist eines von Chinas Hauptthemen”, meint ein Chinese. “Obama sollte seine Nase nicht in Chinas Angelegenheiten stecken. Es ist irreführend, weil der Dalai Lama ein Separatist ist. Ich denke, dass wird einen Einfluss auf die Beziehungen haben.”

Der Dalai Lama fordert für Tibet, das 1951 von Peking annektiert worden war, mehr Autonomie. Peking wirft dem religiösen Oberhaupt der Tibeter Separatismus vor. Die USA akzeptieren Tibet als Teil von China. Washington wünscht sich jedoch von Peking, gemeinsam mit dem Dalai Lama an einem Verhandlungstisch über die Zukunft der Region zu diskutieren.