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Schweigeminute: Belgier gedenken Unglücksopfern

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Schweigeminute: Belgier gedenken Unglücksopfern

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In Belgien haben Bahnbedienstete und Reisende der Opfer des Zugunglücks vom Montag gedacht. Um 12 Uhr stand während einer Schweigeminute der Bahnbetrieb im ganzen Land still.

Im flämischen Halle, südlich von Brüssel, trugen sich Belgiens Ministerin für Staatsbetriebe, Inge Vervotte, und Manager der Staatsbahn SNCB ins Kondolenzbuch ein.

An der Strecke begannen die Aufräumarbeiten. Sie war tagelang gesperrt, auch für Hochgeschwindigkeitszüge. Der Thalys nach Paris nahm seinen Dienst inzwischen wieder auf. Der Eurostar nach London verkehrt noch bis kommenden Montag nur von Lille aus.

Am Montagmorgen waren zwei vollbesetzte Regionalbahnen frontal aufeinander gefahren. 18 Menschen getötet und mehr als 170 verletzt. Ein Lokführer hatte vermutlich ein Haltesignal überfahren. Er soll im letzten Augeblick aus dem Zug gesprungen sein. Seine Lok verfügte nicht über ein Notbremssystem.

Es war das schwerste Zugunglück in Belgien seit Jahrzehnten.