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Wie gehen USA und China miteinander um?

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Wie gehen USA und China miteinander um?

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Im November wurde noch gelächelt, als der neue US-Präsident zum Antrittsbesuch nach Peking kam.
Vor knapp drei Monaten schien das Klima so entspannt, dass sich manch Staatsmann anderswo schon sorgte, hier könne eine neues Zweier-Bündnis entstehen. Und nun, zum Winterende, Eiszeit. Wie tief ist der Graben denn nun wirklich?
Der Wissenschaftler David Firestein merkt zunächst an, die Chinesen seien nie begeistert, wenn ein US-Präsident oder sonst irgendwer den Dalai Lama empfange. Sie mögen es auch nicht, wenn die USA Waffen an Taiwan verkaufen. Er meint aber auch, Amerikas Politiker wüssten um die chinesische Besorgnis und somit um die Konsequenzen ihrer Entscheidungen.

Der Waffendeal mit der abtrünnigen Insel vor Chinas Küste war noch unter Präsident Bush ausgehandelt worden – und hatte damals wesentlich weniger Reaktionen in Peking ausgelöst.
Ob das vielleicht daran lag, dass Obamas Vorgänger weniger konsequent mit für den Westen schädlichen chinesischen Handelspraktiken umging?

Unter Obama wurde schon einmal richtig hart durchgegriffen, etwa bei Dumping-Geschäften mit Reifen für amerikanische Autobauer
Auch die angesichts der raschen Wirtschaftsentwicklung für Handelspartner schmerzhaft unterbewertete chinesische Währung
wird nun zum Thema, ebenso das große amerikanische Defizit im Handel mit China.

Der Wissenschaftler wiegelt allerdings ab.
Er geht davon aus, dass weder die chinesische noch die amerikanische Führung ein Interesse daran habe, dass die Beziehungen aus der Bahn geraten könnten.

Währenddessen ist China zum zweit-größten Gläubiger der USA geworden.
Und Schulden lassen sich trefflich in Druck aller Art ummünzen – die Frage ist nur, ob das die Herrschenden in Peking wirklich wollen.