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Tote bei Protesten in der Elfenbeinküste

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Tote bei Protesten in der Elfenbeinküste

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Bei Protesten sind am Freitag in der Elfenbeinküste mehrere Menschen getötet worden. In Gagnoa gingen die Sicherheitskräfte gegen Demonstranten vor, die die Wiedereinsetzung der Wahlkomission verlangten. Die Polizisten schossen in Menge, dabei wurden zahlreiche Menschen verletzt oder getötet.

Seit Anfang der Woche kommt es in dem westafrikanischen Land immer wieder zu gewaltsamen Protesten. Staatspräsident Laurent Gbagbo hatte wenige Wochen vor den geplanten Wahlen die Wahlkommission aufgelöst und die Regierung entlassen, weil er nicht mit der Zusammenstellung der Wählerlisten einverstanden war. Nach seiner Auffassung wurden über 400.000 Ausländer als Wähler registriert, obwohl sie nicht wahlberechtigt seien.

Daraufhin erklärte die Opposition, sie erkenne Gbagbo nicht länger als Präsident an. Außerdem forderte sie die Streitkräfte zum Putsch und ihre Anhänger zu Demonstrationen auf.

Seit 2005 waren die Wahlen in der Elfenbeinküste immer wieder verschoben worden. Der weltgrößte Kakaoproduzent erholt sich von einem blutigen Bürgerkrieg.