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Niger feiert Putschisten

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Zwei Tage nach dem Putsch im westafrikanischen Niger haben tausende Menschen den Militärs ihre Unterstützung bekundet. Sie jubelten General Djibril Adamou Harouna zu, der mit den Militärs durch die Stadt zog. Am Donnerstag hatten diese den Präsidentenpalast gestürmt, Mamado Tandja gefangengenommen und die Verfassung außer Kraft gesetzt. Der gestürzte Präsident wird offenbar außer Landes gebracht.

Unterdessen forderte die größte Oppositionsgruppe freie Wahlen. Das Vorgehen der Militärjunta war international auf Protest gestoßen. Die Afrikanische Union setzte die Mitgliedschaft des Landes in der Staatengemeinschaft aus. Erst wenn die verfassungsmäßige Ordnung wiederhergestellt sei, solle der Ausschluss wieder aufgehoben werden, hieß es.

Der 14 Millionen-Einwohner-Staat ist einer der weltgrößten Uranlieferanten und trotzdem von großer Armut gekennzeichnet. Tandja, der sich einst selbst an die Macht geputscht hatte, regierte seit dem vergangenen Sommer per Notstandssekret. Er hatte Parlament und Verfassungsgericht aufgelöst, um sich eine dritte Amtszeit zu ermöglichen. Dagegen hatte es immer wieder Proteste gegeben.