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Bärenreigen bei Berlinale

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Bärenreigen bei Berlinale

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Roman Polanski hat zum Abschluss der 60. Berliner Filmfestspiele den Silbernen Bären für den besten Film gewonnen – obwohl er selbst gar nicht anwesend war. Sein Produzent kennt die Ursachen für Polanskis Abwesenheit: “Als ich mich beschwerte, dass er nicht bei uns sein kann, sagte er: ‘Selbst wenn ich gekonnt hätte wäre ich nicht gekommen. Denn das letzte Mal als ich einen Preis bei einen Festival erhielt, landete ich im Knast’.”

Die Berliner Jury zeichnete Polanski für seinen Politthriller “Der Ghostwriter” aus. Der Film wurde auf Sylt, Usedom, Berlin und den Babelsberger Filmstudios gedreht. Den Goldenen Bären für den besten Film des Festivals erhielt der türkische Beitrag “Honig.” Er zeigt den sechsjährigen Yusuf der im ländlichen Anatolien aufwächst und es als Stotterer in der Schule besonders schwer hat. Der Junge zieht sich zurück, lebt in seiner eigenen Welt und folgt seinem Vater in den Wald, der dort Bienenkörbe aufstellt.

Beste männliche Darsteller gab es gleich zwei: Die Russen Grigoriy Dobrygin und Sergej Puskepalis wurden zu gleichen Teilen ausgezeichnet. Sie erhielten den Silbernen Bären für ihr Spiel in dem russischen Drama “Wie ich den Sommer zu Ende brachte”.