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Netanjahu genehmigt Mordanschlag von Dubai

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Netanjahu genehmigt Mordanschlag von Dubai

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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Ermordung des Hamas-Führers Mahmud al-Mabhuh persönlich gebilligt. Dies berichtet die Londoner Sunday Times unter Berufung auf Kreise, die dem israelischen Geheimdienst Mossad nahestehen. Wie die israelische Tageszeitung Haaretz meldet, stützte sich der Mossad auf einen Informanten, den er im engsten Umkreis al-Mabuhs gewinnen konnte.

Ein Mossad-Kommando hatte al-Mabuh in einem Luxushotel in Dubai aufgespürt und am 19. Januar in seinem Hotelzimmer ermordet. Der Polizei von Dubai war es gelungen durch die Auswertung von Überwachungskameras die Tatverdächtigen zu ermitteln. Dubai ist ein Land mit einer außerordentlich hohen Dichte an Überwachungskameras. Die Mitglieder des elfköpfigen Mordkommandos waren aus Frankfurt, Zürich, Paris und Rom mit zum Teil gefälschten europäischen Pässen nach Dubai gereist. Die Nutzung gefälschter Pässe hatte die Regierungen in London und Irland verärgert und zu scharfen Protesten veranlasst.

Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri bestritt, dass es in ihren Reihen einen Verräter gebe. “Dass ein Hamas-Insider Informationen über den Martyrer Al-Mabuh preisgegeben hat, ist eine grundlose Spekulation”, erklärte er.

Der verwendete deutsche Pass war nicht gefälscht. Er wurde auf Antrag eines israelischen Staatsbürgers mit deutschen Wurzeln in Köln ausgestellt. Doch unter seiner deutschen Meldeadresse ist der Mann unbekannt. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt nun wegen “mittelbarer Falschbeurkundung”.