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Die gewalttätigen Unruhen in der Elfenbeinküste weiten sich aus. Oppositionelle Demonstranten protestierten im ganzen Land gegen die Politik Präsident Laurent Gbagbos, der vor rund einer Woche die Regierung des Staates aufgelöst hat. “Wir sind der Situation müde! Es gibt keinen Strom, Wasser und Lebensmittellieferungen werden eingeschränkt. Es gibt keine Arbeit weil immer mehr Unternehmen schließen”, so ein aufgebrachter Ivorer.

Die Opposition sieht das westafrikanische Land, das nach einem Bürgerkrieg zwischen 2002 und 2007 faktisch zweigeteilt war, wieder auf dem Weg in die politische Sackgasse. Präsident Gbagbo war eigentlich von der UNO damit beauftragt worden, in diesem Frühjahr Wahlen abzuhalten. Doch Gbagbo suspendierte die eingesetzte Wahlkommission vor einer Woche ebenfalls. Dies hatte die Spannungen zusätzlich verschärft. Nach Auflösung der Wahlkommission gelten Wahlen im März als unwahrscheinlich.