Eilmeldung

Eilmeldung

Streik bei Total

Sie lesen gerade:

Streik bei Total

Schriftgrösse Aa Aa

In Frankreich verschärft sich der Streit zwischen Gewerkschaften und dem Energiekonzern Total. Weil die Beschäftigten in den Raffinerien des Landes in einen unbefristeten Streik getreten sind, könnte es in dieser Woche zu Engpässen in der Versorgung mit Benzin kommen. Die Gespräche zwischen Gewerkschaften und Konzernführung wurden am Sonntag in Paris ergebnislos abgebrochen.

Der Sprecher der Gewerkschaft CGT, Charles Foulard, appellierte erneut an die Regierung. Es sei Zeit, Stellung zu beziehen. Sollte das nicht geschehen, stünden Versorgungsengpässe mit Treibstoff in der kommenden Woche wohl auf der Tagesordnung. Für die französische Regierung sagte Industrieminister Christian Estrosi, der Generaldirektor von Total habe ihm zugesagt, dass keine Raffinerie geschlossen werde. Was den Standort in Flandern angehe, werde es nicht zu einer Schließung der Raffinerie kommen, egal welches Projekt letztlich umgesetzt werde.

Die Beschäftigten der Total-Raffinerie in Dünkirchen streiken seit einem Monat. Seit dem vergangenen Dienstag haben auch die Beschäftigten der anderen fünf Total-Raffinerien in Frankreich die Arbeit niedergelegt. Nach Angaben der Konzernleitung soll es in Dünkirchen keine Entlassungen geben.

Die Gewerkschaften befürchten trotz aller Versicherungen der Konzernführung, dass der Standort geschlossen werden soll. Inzwischen haben auch die Gewerkschaften bei Exxonmobil ihre Beschäftigten in zwei Raffinerien dazu aufgerufen, sich von Dienstag an dem Streik zu beteiligten.