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Taliban lehnen Gespräche erneut ab

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Taliban lehnen Gespräche erneut ab

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Die afghanischen Taliban haben erneut alle Friedensangebote abgelehnt. Die afghanische Regierung will Rebellen, die auf Gewalt verzichten, wieder in die Gesellschaft eingliedern. Staatspräsident Hamid Karsai erneuerte dieses Angebot an mögliche Aussteiger am Samstag im Parlament. Ein Vertreter der Taliban sagte aber, Karsai sei eine Marionette und könne nicht für das Volk sprechen.

Der unterlegene Bewerber in der letzten Präsidentenwahl sieht das Angebot an die Taliban skeptisch. “Sie sind dazu nicht bereit”, sagt Abdullah Abdullah, “sie halten sich für militärisch überlegen. Außerdem ist es gegen ihre Ansichten, gegen das Wesen ihres Daseins, Gespräche zu führen oder sich vielleicht einmal in eine Demokratie einzufügen.”

Der militärische Druck auf die Taliban bleibt weiterhin aufrecht: Ein Großaufgebot an westlichen und afghanischen Soldaten versucht, die Aufständischen aus dem Gebiet um Mardscha zu vertreiben, einer Hochburg der Taliban in der südlichen Provinz Helmand. Außerdem wurden in den letzten Tagen im benachbarten Pakistan drei Anführer der Taliban gefangen genommen, darunter ihre Nummer Zwei, ihr militärischer Kommandeur.