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"Waisen" von Haiti haben Familien

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"Waisen" von Haiti haben Familien

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Sämtliche Kinder, die nach dem Erdbeben in Haiti von einer Gruppe Amerikaner außer Landes gebracht werden sollten, hatten noch lebende Verwandte. Das hat die Recherche der Nachrichtenagentur AP ergeben. Allerdings haben viele Familien ihre Kinder offenbar freiwillig weggegeben. Denn die Amerikaner hatten vieles versprochen, unter anderem Essen, Ausbildung und medizinische Versorgung.

Die Amerikaner wurden Ende Januar an der Grenze zur Dominikanischen Republik festgenommen. In dem Nachbarland Haitis wollten sie nach eigenen Angaben ein Waisenhaus einrichten. Für die mehr als dreißig Kinder, die sie bei sich hatten, besaßen sie aber keine Papiere, die sie als Waisen ausgewiesen hätten. Acht der zehn US-Bürger sind inzwischen freigelassen worden und wieder in die USA zurückgekehrt. Die beiden Anführerinnen der Gruppe bleiben noch in Haft.