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Euronews im Interview mit Efrain Inbar

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Euronews im Interview mit Efrain Inbar

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Der Mord an dem palästinensischen Hamas-Führer Mahmoud al-Magu in Dubai schlägt hohe Wellen – und der israelische Geheimdienst Mossad steht im Zentrum der Affäre. Aber was sagt die israelische Seite dazu? euronews hat beim Direktor des Begin-Sadat-Zentrums für strategische Studien Efraim Inbar nachgefragt.

EN: Herr Inbar, ist die Ermordung von Mahmoud al-Magu in Dubai ein Erfolg oder ein Misserfolg für Israel?

Inbar: Die Israelis denken sehr nüchtern über solche Operationen. Wir sollten das Ergebnis nicht außer Acht lassen. Der Böse lebt nicht mehr. Es gibt Probleme für Israel, wenn es für diese Aktion verantwortlich ist. Diese Probleme muss Israel dann lösen.

EN: Ist es so wichtig zu diesem Zeitpunkt gegen die Hamas vorzugehen? Was ist mit der Hisbollah, dem Iran?

Inbar: Wir machen da keine Unterschiede. Bei dieser Operation gab es die Möglichkeit ein Ziel zu treffen. Die Geheimdienste haben lange daran gearbeitet. Die Hamas ist meiner Meinung nach ein schrecklicher Feind unseres Staates. Sie erkennt Israel nicht an, sie will unsere Vernichtung. Die Hamas ist deshalb ein berechtigtes Ziel.

EN: Gibt es Befürchtungen in Israel, dass man womöglich einen hohen Preis dafür zahlen muss?

Inbar: Ich bin mir nicht sicher, ob wir einen hohen Preis zahlen müssen. Alle europäischen Geheimdienste nutzen falsche Ausweise. In dieser düsteren Welt gibt es viele Methoden, die im normalen Leben verwerflich sind. Israelis handeln da nicht anders als beispielsweise Briten, wie in den James Bond-Filmen, oder wie der französische Geheimdienst.

EN: Europas Außenminister haben den Gebrauch gefälschter Pässe verurteilt…

Inbar: Das war von ihnen zu erwarten. Das Leben geht weiter wie gehabt.