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Handelsverbot für Roten Thunfisch

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Handelsverbot für Roten Thunfisch

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Der Rote Thunfisch gehört zu einer aussterbenen Spezies. Weltweit wird er gejagt. Für ein ins Netz gegangenes Tier werden in Japan mehr als 70.000 Euro gezahlt. Das Europaparlament hatte bereits dafür gestimmt, dass der Rote Thunfisch mit einem Handels- und Exportverbot vor der Ausrottung bewahrt wird. Jetzt zieht die Europäische Kommission nach und verlangt eben dies von den 27 Mitgliedsländern.

Aber die Mittelmeerländer sträuben sich. EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki versucht zu beschwichtigen: “Ich weiß, dass diese Entscheidung hohe Kosten verursacht, vor allem für die Fischerei im Mittelmeer. Ich garantiere den Fischern im Mittelmeerraum und in der gesamten EU eine sichere Zukunft.” Dem Handelsverbot müssen noch die 175 Staaten des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) im März in Doha zustimmen.

Etwa 80 Prozent des im Mittelmeer gefangenen Roten Thunfischs wird nach Japan exportiert. Dort wird er zu Sushi verarbeitet. Die Fischart ist stark zurückgegangen. Nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF steht der Rote Thunfisch kurz vor dem Aussterben. In europäischen Gewässern gelten auch Aal, Dorsch und Scholle als gefährdet.