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Japan verteidigt seine Walfangstrategie

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Japan verteidigt seine Walfangstrategie

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Hunderte Wale jährlich töten die Japaner im Südpolarmeer – angeblich zu wissenschaftlichen Zwecken, was ihnen eine Sondergenehmigung verschafft hat. Die australische Regierung droht Japan deshalb nun mit einer Klage vor dem internationalen Gerichtshof.

Die japanische Regierung rechtfertigte das Vorgehen ihres Landes erneut. “Der Walfang verstößt nicht gegen internationale Abkommen”, sagte fder japanische Regierungssprecher einen Tag nach dem Besuch von Japans Außenminister Okaka in Australien. “Wir halten uns an sie. Anstelle einer Klage sollten wir zu einer diplomatischen Verständigung gelangen.” Doch Australiens Regierungschef Kevin Rudd hält an der Klage fest und setzt Japan nun ein Ultimatum: “Wir arbeiten an einer Einigung mit Japan. Sollte es aber nicht zu einem kompletten Ende des Walfangs kommen, werden wir die Klage einreichen.”

Neben Australien sind zahlreiche Regierungen und Tierschützer davon überzeugt, dass die japanische Jagd auf Wale keine wissenschaftlichen Gründe hat. Proteste von Umweltschützern, so etwa von der Organisation “Sea Shepherd” im vergangenen Januar, werden von der japanischen Flotte oft brutal beendet.