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Madeira nach der Katastrophe

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Madeira nach der Katastrophe

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Bei schweren Unwettern sind auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira mindestens 42 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Regionalregierung wurden 120 Menschen verletzt, fast 250 verloren ihre Häuser. Die Zahl der Vermissten ist noch unbekannt. Starker Regen hatte am Samstag auf der bergigen Atlantikinsel zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen geführt.

Die Wassermassen und Schlammlawinen rissen Menschen, Autos und Bäume mit. Brücken stürzten ein, viele Häuser und Straßen wurden zerstört. Tausende Menschen sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten. Viele finden nun zunächst in Notunterkünften Unterschlupf. Die Regionalregierung will auch die Europäische Union um Hilfe bitten. In einigen Gegenden fiel der Strom aus, auch die Wasserversorgung war unterbrochen. Die Sturmböen erreichten mancherorts Geschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern.

Madeira ist wegen seiner prächtigen Fauna als “Blumeninsel” bekannt. Jedes Jahr kommen rund eine Million Touristen auf die Insel. Nach Angaben der Behörden sind unter den Opfern keine Ausländer. Der Flughafen von Funchal wurde am Sonntag wieder geöffnet.