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Neuer Streit um Falklandinseln

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Neuer Streit um Falklandinseln

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Zwischen Großbritannien und Argentinien bahnt sich ein neuer Streit um die Falklandinseln an. Argentinien will nun zunächst auf dem Gipfeltreffen der lateinamerikanischen Länder um Unterstützung werben. Konkret geht es um die Probebohrungen nach Erdöl, die Großbritannien gerade vor den Falklandinseln begonnen hat. Schon 1982 führten beide Länder um diese Inseln einen kurzen Krieg. Darauf spielte Venezuelas Präsident Hugo Chávez an, als er in seiner Fernsehsendung sagt: “Die Engländer bedrohen Argentinien weiterhin. Aber, Eure Majestät, die Zeiten haben sich geändert. Wenn Argentinien angegriffen wird, dann wird es nicht wie damals auf sich allein gestellt sein.”

Die kärglichen Inseln im Südatlantik sind britisch, werden aber auch vom nahegelegenen Argentinien beansprucht, wo sie als die Malwinen bekannt sind. Der zehnwöchige Krieg vor fast dreißig Jahren war der traurige Höhepunkt dieses Streits: Argentinien besetzte die Inseln, die Briten schickten ebenfalls Soldaten. Mehr als sechshundert Argentinier wurden in den Kämpfen getötet, ebenso wie rund 250 britische Soldaten.

Argentinien schließt seit längerem eine neue militärische Auseinandersetzung aus. Es verlangt aber Verhandlungen über eine mögliche Ausbeutung von Öl- oder Gasvorkommen.