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Streik bei der Lufthansa

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Streik bei der Lufthansa

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Bei der Lufthansa hat um Mitternacht der größte Streik in der Firmengeschichte des Konzerns begonnen: Zwei Drittel aller Flüge könnten ausfallen, Zehntausende Passagiere müssen sich darauf einrichten, dass ihre Flüge gar nicht oder nur verspätet stattfinden. Der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit erklärte den Standpunkt der Piloten:“Leider sieht sich die Konzernspitze nicht in der Lage, ein Gespräch ohne Vorbedingungen zu führen, die zur Abschaffung unserer bestehenden Tarifverträge führen werden. Das können wir nicht akzeptieren.”

Mehr als 4000 Piloten sind zum Streik aufgerufen, um unter anderem die angeblich geplante Verlagerung von Flügen aus dem Mutterkonzern zu ausländischen Töchtern zu verhindern. Bei Lufthansa heißt es, man sei auf jeden Fall verhandlungsbereit. “Wir haben den runden Tisch für Gespräche nie verlassen”, betont ein Konzernsprecher. “Wir haben Cockpit gebeten, zurück an den Verhandlungstisch zu kommen, um realistische Gehälter zu diskutieren. Ich halte es für eine infame Beschuldigung, das Cockpit behauptet, Lufthansa wolle Jobs auslagern. Das ist nicht der Fall.”

Bereits am Montag werden nach Einschätzung der Lufthansa etwa 800 Flüge ausfallen. Keine Einschränkungen soll es bei den Regionalfliegern wie zum Beispiel der Cityline geben. Lufthansa und Germanwings bieten betroffenen Passagieren kostenlose Stornierungen oder Umbuchungen an.