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Aufräumen auf Madeira

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Aufräumen auf Madeira

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Die Zentralregierung von Portugal hat nach den schweren Unwettern auf der Atlantikinsel Madeira eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Nach einer jüngsten Bilanz der Regionalregierung in Funchal starben bei den Überschwemmungen und Erdrutschen vom Samstag 42 Menschen. 24 der Todesopfer, darunter eine britische Staatsbürgerin, seien bisher identifiziert worden, hieß es. Zahlreiche Verletzte würden noch in den Krankenhäusern behandelt.

Doch von einem Notstand will die Regionalregierung nichts wissen. Der Präsident der Regionalregierung drängt auf eine rasche Rückkehr zur Normalität: “Eine Insel wie diese lebt vom Tourismus. Den Notstand auszurufen würde erst Recht eine Katastrophe bedeuten. Ich will hier jetzt im April unser Blumenfest veranstalten.” Das wegen seiner prächtigen Flora als “Blumeninsel” bekannte Madeira wird jedes Jahr von etwa einer Million Touristen besucht. Daher ist nun schnelles Aufräumen angesagt.

Geschockt zeigte sich Fussballstar Christiano Ronaldo, der aus Madeira stammt. “Ich bin völlig durcheinander”, sagte der Profi-Kicker von Real Madrid, der ursprünglich aus Funchal stammt, “ich konnte es nicht glauben, als ich die Bilder im TV gesehen habe.” Mittlerweile hat sich die Wetterlage rund um die Atlantik-Insel beruhigt. Die wichtigsten Straßen sind wieder befahrbar; auch die Strom- und Wasserversorgung soll bald wieder hergestellt sein.