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Carrefour streicht 1600 Stellen in Belgien

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Carrefour streicht 1600 Stellen in Belgien

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Dieser Carrefour-Supermarkt in Belgien könnte bald dicht gemacht werden. Europas größter Handelskonzern will nach einem Gewinneinbruch mehr als 1600 Stellen streichen. Bis zur Jahresmitte sollen 21 Standorte geschlossen werden. Zusätzlich will Carrefour 17 Supermärkte sowie drei Großmärkte an die belgische Mestdagh-Gruppe verkaufen.

Tiefe Einschnitte, die bei den Gewerkschaften auf wenig Gegenliebe stoßen: “Die Konkurrenz ist stärker als wir, warum? Sie haben Ideen, haben gute Preise. Hier bei Carrefour hatten wir das nie. Das ist nicht der Fehler der Mitarbeiter. Das ist sicher!”

Erklärungsversuche von Carrefour-Chef Gérard Lavignay: “Wir erfinden den Supermarkt neu. Das tun wir in Frankreich – in Europa, in Italien und eben auch in Belgien. Die Probleme in Belgien sind spezifisch. Unsere Kostenstruktur unterscheidet sich von der unserer Konkurrenten.”

Der Druck der lokalen Anbieter Delhaize und Colruyt wächst, zudem drängen die deutschen Ketten Aldi und Lidl auf den belgischen Markt. Die Konkurrenz schläft nicht – Carrefour muss reagieren, sonst heißt es bald in vielen Märkten: Alles muss raus!