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Lieberman weist Mord-Vorwürfe zurück

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Lieberman weist Mord-Vorwürfe zurück

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In einer ersten Reaktion hat Israels Außenminister Avigdor Lieberman die Vorwürfe gegen sein Land wegen der Ermordung eines hohen Hamas-Funktionärs in Dubai zurückgewiesen. Bei seinem seit langem geplanten Besuch in Brüssel, wo sich zeitgleich auch die Außenminister der EU trafen, reagierte Lieberman auf Fragen von Journalisten ironisch: Diese würden wohl zu viele James-Bond-Filme sehen, meinte er, und: Es wäre besser, würden sie sich “gute Filme” anschauen.

Der Hamas-Funktionär Mahmud al-Mabruh war im Januar in einem Luxus-Hotel in Dubai ermordet worden. Dabei wurden offenbar Pässe mehrerer EU-Staaten verwendet. Die Vereinigten Arabischen Emirate beschuldigten den israelischen Geheimdienst Mossad der Tat.

Schwedens Außenminister Carl Bildt meinte, die Tatsache, dass Pässe aus der EU möglicherweise missbraucht, gefälscht oder gestohlen und dann bei diesem Mord verwendet worden seien, sei unakzeptabel und gefährde die Sicherheit von EU-Bürgern. Auf Nachfrage von euronews sagte Israim Inbar, Professor für Strategische Studien in Jerusalem, diese Art von Kritik sei “heuchlerisch”. Israel verdiene mehr Verständnis, schließlich sei die Hamas eine terroristische Organisation, die den jüdischen Staat zerstören wolle. Deshalb sei sie ein legitimes Angriffsziel Israels.

Die EU-Außenminister verurteilten zwar den Mord an al-Mabruh, beschuldigten aber nicht ausdrücklich Israel der Tat. Bislang sei nichts bewiesen, hieß es in Brüssel.